Elisabeth Ruetz

Timeline (mal anders)

 

 - geboren 1982 in Innsbruck/Österreich

 - Schulausbildung und Studium bis 2003, darunter ein Auslandssemester in Helsinki/Finnland

 - Reiselust entdeckt, aus dem permanenten Fernweh wurden große Reisen nach Skandinavien, Asien und Amerika

 - Umzug nach Nordrhein-Westfalen/Deutschland

 - mit koreanischen Kampfkünsten begonnen und zur neuen Leidenschaft geworden

 - Entscheidung, den Schattenkristall zu veröffentlichen 

 

Der Schattenkristall und ich

Oft ist es schwer, über sich selbst zu berichten, doch meist liegt es daran, dass man den richtigen Anfang nicht findet. Also beginne ich genau da. Am Anfang. 

 

Ich wurde 1982 geboren und wuchs mitten in der wunderschönen Bergwelt Tirols auf. Auf einem Bauernhof lebend, war es natürlich schwer, Verbindungen zu Fantasy zu knüpfen, dem Genre, in welchem ich später voll und ganz landen sollte. Verbindung zu Büchern aufzunehmen, fiel mir dahingegen um ein Vielfaches leichter. Sehr zum Leidwesen meiner Mutter las ich immer mehrere Geschichten gleichzeitig, welche ich überall im Haus liegen oder versteckt hatte. Galt es, im Haushalt mitzuhelfen, war da natürlich gerade noch eine neu angefangene Seite, die zu Ende gelesen werden wollte. "Nur noch diese Seite fertig lesen, dann helfe ich!" Fast unvorstellbar, dass man schon mal eine halbe Stunde an der "gleichen" Seite festkleben kann. 

Ich las damals alles, vorrangig aber Geschichten, die mit dem Historischen oder mit alten Völkern verbunden waren. Und natürlich...Pferdegeschichten! Jedes Mädchen liebte damals Pferdegeschichten.

 

"Ein Kind in deinem Alter versteht die nordischen Heldendichtungen doch gar nicht."

Stimmt, habe ich auch nicht. Aber ich habe sie gelesen! Ich habe einfach alles verschlungen. Dennoch kam ich mit den großen Fantasy-Werken erst sehr spät in Berührung. Zu der Zeit hatte ich mit dem "Schattenkristall" schon begonnen. Wer genau aufpasst, wird auch beim Lesen erkennen, dass die ersten Teile meines Werkes historisch gehalten sind, während die fantasylastigen Aspekte erst später in der Reihe vorkommen.

Doch Bücher wie "Der Herr der Ringe" oder "A Song of Ice and Fire" haben mich und mein Verständnis des Genres definitv geprägt und beeinflusst.  

 

Meiner blühenden Fantasie zum Dank fiel mir das Schreiben nie schwer. Nur zu gern dachte ich mich schon sehr früh in andere Geschichten, lebte in anderen Ländern und Kulturen, die ich noch gar nicht persönlich kennen gelernt hatte. Irgendwann begann ich damit, diese Abenteuer aufzuschreiben. Heimlich natürlich. Niemand sollte wissen, welche Fantasien ich habe. Nun, ich komme aus einem schönen Land. Schön, aber mit wenig Platz für "Spinnereien" eines Teenies. 

 

Den Schattenkristall habe ich begonnen, kurz bevor ich 18 wurde. Es war Matura-Zeit, die Zeit des Abiturs und ich hatte zu lernen und musste Arbeiten schreiben. Mein Computer war neu, der erste, den mein Elternhaus jemals gesehen hatte und so begann ich, meine neueste Errungenschaft einzuarbeiten.

Ich lernte, verfasste Texte für die Schule und anschließend, wenn der Kopf am Rauchen war, tauchte ich in meine eigene Welt ab. Ich habe immer nachts geschrieben, da war mein Kopf am Wachsten. Immer tiefer und tiefer wurde ich in meine Geschichte gezogen, oft schrieb ich bis zum Sonnenaufgang, ohne müde zu werden. Dann begannen meine Charaktere, mir nicht mehr zu gehorchen. Sie entwickelten ein eigenes Leben und so entwickelte die Geschichte ihre eigenen Wege und Richtungen, die kurz gesagt nicht geplant waren.

Über drei Jahre hing ich in dieser Welt fest, bis ich vor dem letzten Satz angekomen war. Richtig. Den letzten Satz zu schreiben kostete mich noch einmal zwei Monate Überwindung.